Pressebericht
vom
11.9.2026

Rennrad-Triumph für Putz und Holzer, österreichischer Fünffachsieg und spektakuläres MTB Night Race!

Rennrad-Triumph für Putz und Holzer, österreichischer Fünffachsieg und spektakuläres MTB Night Race!

Hochklassiger Rennradsport, packende Duelle und ein österreichischer Fünffachsieg mitten in der Salzburger Altstadt: Das Internationale Rennrad-Kriterium bildete den sportlichen Höhepunkt des CYCLODOME Salzburg 2026. Auf dem neuen, schnellen Rundkurs rund um den Salzburger Dom lieferten sich internationale Spitzenfahrerinnen und -fahrer am Freitag spektakuläre Rennen. Bei den Damen verteidigte Belinda Holzer in einer hauchdünnen Sprintentscheidung ihren Titel, ehe Sebastian Putz das Herren-Kriterium nach einem packenden Duell mit dem Salzburger Lokalmatador Dominik Hödlmoser für sich entschied. Mit Valentin Hofer, Jakob Sertic und Kilian Feuerstein auf den Plätzen drei bis fünf feierten die Österreicher zum Abschluss einen außergewöhnlichen Fünffachsieg.

Bereits am Donnerstag hatte der CYCLODOME mit einer Premiere begonnen: Erstmals wurde der Internationale MTB Eliminator als Night Race ausgetragen. Die Siege gingen an die sechsfache Weltmeisterin Gaia Tormena aus Italien und Jakob Klemenčič aus Slowenien. Mit dem ASVÖ Rad Champion gehörte die Strecke am Freitag außerdem dem Radsportnachwuchs.

Rennrad-Action auf neuem Kurs rund um den Salzburger Dom

Im Mittelpunkt des zweiten CYCLODOME-Tages standen das Internationale Rennrad-Kriterium der Damen und Herren. Gefahren wurde auf der neuen, rund 800 Meter langen Runde gegen den Uhrzeigersinn. Start und Ziel befanden sich am Residenzplatz. Von dort führte der Kurs vorbei an der Alten Residenz durch die Dombögen über Domplatz, Kapitelplatz und Kapitelgasse sowie über Kaigasse und Mozartplatz zurück zum Residenzplatz.

Schnelle Passagen, zahlreiche Richtungswechsel und enge Kurven verlangten den Fahrerinnen und Fahrern hohes Tempo, technische Präzision und taktisches Geschick ab. Die kompakte Streckenführung mitten durch die Salzburger Altstadt sorgte zugleich dafür, dass das Publikum das Renngeschehen aus nächster Nähe verfolgen konnte.

Holzer verteidigt ihren Titel im Damen-Kriterium

Sportlich hochklassig eröffnete das Internationale Damen-Kriterium den Rennrad-Nachmittag. Über weite Strecken blieb das Feld auf dem neuen, schnellen Kurs rund um den Salzburger Dom eng zusammen. Bis etwa zur 15. der insgesamt 45 Runden konnte sich keine Fahrerin entscheidend absetzen.

Danach sorgten Franziska Ehrenreich und Gaia Tormena mit einem Ausreißversuch für Bewegung im Rennen. Das Duo konnte sich zwischenzeitlich vom Feld lösen, wurde im weiteren Rennverlauf jedoch wieder gestellt. Damit fiel die Entscheidung im Zielsprint, und dort bewies die Vorjahressiegerin erneut ihre Stärke.

Belinda Holzer vom Tirol Women Cycling Team setzte sich nach 45 Runden in 58:52,38 Minuten hauchdünn gegen Gaia Tormena durch. Der Italienerin, die am Donnerstagabend bereits den MTB Eliminator gewonnen hatte, fehlten im Ziel lediglich 0,05 Sekunden auf den Sieg. Leila Gschwentner vom Smurfit Westrock Cycling Team belegte in 58:58,36 Minuten Rang drei und sorgte damit für einen zweiten österreichischen Podestplatz.

Auch dahinter präsentierten sich die Österreicherinnen stark: Sophie Walcher belegte Rang vier, Melanie Brunhofer Rang fünf. Nach Alice Riebler aus Italien und Amalie Cooper aus Großbritannien folgte mit Franziska Ehrenreich auf Rang acht die nächste Österreicherin. Damit kamen fünf Österreicherinnen unter die ersten acht der Wertung.

Ein besonderes Rennen war der CYCLODOME auch für Julia Reich von den Young Bike Friends Salzburg. Bei ihrem ersten Start beim Kriterium hielt sich die 17-jährige im stark besetzten Feld und zeigte bei ihrer Premiere eine starke Leistung. Am Ende belegte sie Rang elf.

Pech hatte dagegen Emelie Bauböck. Sie kam bereits zu Beginn des Rennens in der ersten Kurve zu Sturz. Sie konnte das Rennen zunächst fortsetzen, musste es in weiterer Folge jedoch vorzeitig beenden.

Vorjahressieger Gregor Mühlberger war heuer verletzungsbedingt als Gast dabei und erlebte das Rennradkriterium erstmals aus einer anderen Perspektive: „Auch von der anderen Seite macht das Rennradkriterium Riesenspaß. Umso mehr freue ich mich darauf, nächstes Jahr hoffentlich wieder selbst in die Pedale treten zu können.“

Putz gewinnt Krimi gegen Hödlmoser, Österreich belegt die ersten fünf Plätze

Das Internationale Herren-Kriterium setzte anschließend den sportlichen Schlusspunkt des CYCLODOME Salzburg 2026 und entwickelte sich über 65 Runden zu einem hochklassigen und bis zur letzten Runde offenen Rennen. Am Ende gingen nicht nur alle drei Podestplätze, sondern sogar die ersten fünf Plätze an österreichische Fahrer.

Vor allem in der Schlussphase wurde das Rennen offensiv. Zwölf Runden vor dem Ende setzte sich eine fünfköpfige Spitzengruppe vom Feld ab. Das Feld ließ die Ausreißer jedoch nicht ziehen und stellte die Gruppe wieder. Fünf Runden vor Schluss attackierten Valentin Hofer und Jose Maria Garcia Soriano, doch auch ihr Vorstoß wurde neutralisiert.

Dann übernahm Dominik Hödlmoser die Initiative. Angefeuert vom Salzburger Publikum setzte sich der Lokalmatador an die Spitze und schaffte es, eine Lücke zu seinen Verfolgern aufzureißen. Der Salzburger schien auf dem Weg zum Heimsieg, doch Sebastian Putz gab nicht auf. In Runde 63 gelang es ihm, Hödlmoser wieder einzuholen.

So gingen die beiden Österreicher in ein hochspannendes Finale. Hödlmoser führte noch zu Beginn der Schlussrunde, ehe sich Putz an die Spitze setzen konnte. Der Lokalmatador blieb bis zum Finish an ihm dran, fand jedoch keine Möglichkeit mehr, Putz zu überholen.

Nach 65 Runden jubelte damit Sebastian Putz von Red Bull – BORA – hansgrohe über den Sieg. In 1:17:09,34 Stundenabsolvierte er das Rennen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 49,03 km/h. Hödlmoser folgte nach 1:17:10,18 Stunden und musste sich damit lediglich um 0,84 Sekunden geschlagen geben.

Valentin Hofer vom Bahrain Victorious Development Team holte in 1:17:10,65 Stunden Rang drei und komplettierte das rein österreichische Podium. Dahinter machten Jakob Sertic von WSA KTM Graz und Kilian Feuerstein vom Team Vorarlberg auf den Plätzen vier und fünf den österreichischen Fünffachsieg perfekt.

Die starke heimische Bilanz ging noch weiter: Marvin Hammerschmid wurde Neunter und Gregor Stadlbauer 15. Damit landeten insgesamt sieben Österreicher unter den ersten 15.

Tormena und Klemenčič gewinnen Night-Race-Premiere

Spektakuläre Duelle, beleuchtete Hindernisse und internationaler Radsport vor der einzigartigen Kulisse der Salzburger Altstadt prägten bereits am Donnerstagabend die erstmalige Austragung des Internationalen MTB Eliminators als Night Race. Auf dem technisch anspruchsvollen Kurs waren Geschwindigkeit, Geschick und taktisches Können gefragt. Enge Gassen und beleuchtete Hindernisse verliehen dem Bewerb rund um den Salzburger Dom einen völlig neuen Charakter.

Bei den Damen wurde Gaia Tormena ihrer Favoritenrolle gerecht und holte sich den Sieg zurück. Die sechsfache Weltmeisterin aus Italien gewann das Finale in 3:19,06 Minuten und feierte damit nach 2024 ihren zweiten CYCLODOME. Die deutsche Vorjahressiegerin Marion Fromberger belegte Rang zwei, für einen österreichischen Podestplatz sorgte Cara Werani auf Rang drei. Sophie Eder wurde Vierte.

Besonders knapp fiel die Entscheidung bei den Herren aus: Jakob Klemenčič aus Slowenien setzte sich in 3:06,54 Minuten durch. Nur 0,55 Sekunden dahinter fuhr der Österreicher Maks Barret Maunz vom KTM Factory Team auf Rang zwei. Der zweifache CYCLODOME-Sieger Theo Hauser wurde Dritter, Rang vier ging an den Schweden Edvin Lindh.

Gute Stimmung beim ASVÖ Rad Champion

Am Freitag gehörte die Strecke zunächst den jüngsten Radsportlerinnen und Radsportlern. Beim ASVÖ Rad Championkonnten Kinder von U7 bis U15 selbst auf der abgesperrten Strecke rund um den Salzburger Dom an den Start gehen und echtes Rennfeeling erleben. Dabei standen nicht Platzierungen, sondern Bewegung, Spaß und die Freude am Radfahren im Mittelpunkt.

Gute Stimmung entlang der Strecke, viel Begeisterung bei den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie ihren Familien und tolle Sachpreise sorgten für einen gelungenen Nachwuchsbewerb. Jedes teilnehmende Kind durfte sich über eine Medaille freuen und nahm an der Tombola teil. Damit wurde der Nachwuchsbewerb einmal mehr zu einem wichtigen Bestandteil des CYCLODOME.